Höhe

  • Von 2486 m ü.M. bis 3057 m ü.M.

Gebirge

  • Albula-Alpen

Geographische Lage

  • Koordinaten: 46º30'23" N, 9°47'14" E
  • CH X / CH Y: 780250 / 153250)

Der Piz Nair liegt oberhalb von St. Moritz im (Ski-)Gebiet Corviglia Marguns. Mit 3057 m ü.M. ist er nach dem Corvatsch mit seinen 3303 Meter über Meer, der zweithöchste erschlossene Berg im Engadin, eines der grössten Skigebiete der Schweiz.

Geschichte

 

Trotz der hohen Lage war die Schneesicherheit der 16 verschiedenen Abfahrten im Corviglia Skigebiet, welche alle an Südhängen lagen, nicht gewährleistet. Dies vorallem in den Monaten März und April. Aus diesem Grunde haben sich die Gemeinde, der Kur- und Verkehrsverein und die Bergbahnen St. Moritz entschlossen, den Piz Nair mit einer Luftseilbahn zu erschliessen.

 

Diese Gremien waren jedoch hoch verschuldet. Aus diesem Grunde bekam der Hotelier Andrea Badrutt den Auftrag, gutbetuchte Gäste als mögliche Geldgeber zu suchen, was ihm auch gelungen ist. Der Auftrag, die Bahn zu bauen, erhielt die Thuner Firma Willy Habegger, als Architekt amtete das einheimische Architekturbüro A. Verdieri. Der Bau der Bahn verursachte schliesslich Kosten von 1,65 Mio Franken (inkl. eines einfachen Gipfelrestaurants), welche ausschliesslich von privater Seite getragen wurden.

Der Piz Nair in Zahlen
  • 1952: Gründung der AG Luftseilbahn Corviglia Piz Nair (Herbst)
  • 1955: Inbetriebnahme der ersten Luftseilbahn des Engadins. Als Besonderheit wurde die Fahrbahn bei der zweiten Stütze abgelenkt (Kurve), so dass der Standort der Bergstation ca. 35 Meter weiter südlich der geraden Linie lag. Grund dafür war der Permafrost.
  • 1968: Inbetriebnahme des Skiliftes Lej da la Pêsch – Fuorcla Grischa
  • 1977: Umbau der Luftseilbahn / Umbau auf die Fahrgeschwindigkeit von 10 ms. Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf 10 m/s und somit Erhöhung der Kapazität auf 360 Personen/h
  • 1981: Elektrifizierung der Bergstation und des Skiliftes Lej da la Pêsch
  • 1988: Bau des Hüttenrestaurants Lej da la Pêsch
  • 1992: Umbau des Hüttenrestaurants Lej da la Pêsch
  • 1994: Bau der Sesselbahn Lej da la Pêsch - Fuorcla Grischa
  • 2002: Abbruch der alten Pendelbahn und Neubau der heutigen Bahn. Erste Luftseilbahn im Engadin mit fest abgespannten Tragseilen, Kapazität 720 Pax/h. Höchstgelegene Lingerie Europas
  • 2002: Bau des höchstgelegenen Starts (Freier Fall) für die Herren-Abfahrt der WM 2003
  • 2007: Managementvertrag zwischen der AG Luftseilbahn Corviglia Piz Nair und der Corvatsch AG mit Sitz in Silvaplana

Das Wahrzeichen des Piz Nair

Über Jahrzehnte war eine ganze Kolonie Steinböcke am Fuss des Piz Nair beheimatet, die das Salz von den Fundamenten bei der Stütze 2 „schleckten“. Danach hat man diese mit Salzsteinen angelockt. Im Laufe der Zeit ist die Steinbock-Kolonie jedoch weitergezogen.

Mit dieser Geschichte im Hintergrund hat die Zürcher Künstlerin, Rosmarie Grieder, die im Engadin eine zweite Heimat gefunden hat, 1956 einen so lebensgetreuen Steinbock modelliert, sodass der Financier Stavros Niarchos ihr den Auftrag gegeben hat, einen gleichen, aber entsprechend grösseren Steinbock für den Piz Nair herzustellen.

Der Steinbock "Guardiaun Grischun" ist das Wahrzeichen des Piz Nair und thront über St. Moritz. Er geniesst seit 1958 die wunderbare Aussicht über das Engadin.